In Joppe aber war eine gewisse Jüngerin, mit Namen Tabitha, was übersetzt heißt: Dorkas; diese war reich an guten Werken und Almosen, die sie übte. Es geschah aber in jenen Tagen, dass sie krank wurde und starb. Als sie sie aber gewaschen hatten, legten sie sie in ein Obergemach. Da aber Lydda nahe bei Joppe war, sandten die Jünger, als sie gehört hatten, dass Petrus dort sei, zwei Männer zu ihm und baten: Zögere nicht, zu uns herüberzukommen. Petrus aber stand auf und ging mit ihnen; und als er angekommen war, führten sie ihn in das Obergemach. Und alle Witwen traten weinend zu ihm und zeigten ihm die Unterkleider und Gewänder, die Dorkas gemacht hatte, während sie noch bei ihnen war.
Apostelgeschichte 9,36-39
Gedanken zur Apostelgeschichte
Wie Lydda liegt auch Joppe in der Küstenebene am Mittelmeer. Dort lebt die Christin Tabitha, deren Name mit Dorkas (das heißt Gazelle), wiedergegeben werden kann.
Als Christin ist sie eine "Jüngerin": Sie folgt Jesus nach. Und wie bei ihrem Meister finden sich auch in ihrem Leben zahlreiche gute und barmherzige Taten an ihren Mitmenschen, besonders an hilfsbedürftigen Witwen. Offenbar ist Tabitha alleinstehend; sie stellt ihre Zeit, ihre Kraft und ihr Geld in den Dienst Jesu.
Ihre guten Werke bestehen nicht einfach in kleinen Geldgeschenken, bei denen das Herz unbeteiligt bleiben kann. Die große Trauer der Witwen nach Tabithas Tod zeigt, wie tiefen Anteil sie an dem persönlichen Ergehen der Einzelnen genommen haben wird, denen sie geholfen hat.
Tabitha, die Jüngerin des Herrn, ist gestorben; aber Petrus, ein Apostel des Herrn, hält sich in der Nähe auf. Und seinen zwölf Aposteln hat der Herr doch eine besondere Vollmacht gegeben (Matthäus 10,8). Deshalb wird Petrus herbeigerufen.
Sonntag 5 September
