Sonntag 26 September

Und jetzt sende Männer nach Joppe und lass einen gewissen Simon holen, der auch Petrus genannt wird; dieser hält sich bei einem gewissen Simon auf, einem Gerber, dessen Haus am Meer ist. Als aber der Engel, der mit ihm redete, weggegangen war, rief er zwei von den Hausknechten und einen frommen Soldaten von denen, die ständig bei ihm waren; und als er ihnen alles dargelegt hatte, sandte er sie nach Joppe.
Apostelgeschichte 10,5-8

Gedanken zur Apostelgeschichte
Der Engel hat dem römischen Hauptmann Kornelius versichert, dass seine Gebete und seine barmherzigen Taten Gott wohlgefällig sind. Und jetzt erhält Kornelius den Auftrag, den Apostel Petrus rufen zu lassen. - Der soll ihm behilflich sein, in eine noch viel engere Beziehung zu Gott zu kommen (Kap. 11,14). Durch den Einfluss von Kornelius gibt es auch in seiner Umgebung gottesfürchtige Männer. Drei von ihnen wählt er dazu aus, Petrus nach Cäsarea zu holen. Dabei macht Kornelius nicht einfach von seiner Autorität Gebrauch und gibt den Befehl dazu, sondern er "legt ihnen alles dar". Trotz aller Unterschiede in der äußeren Stellung hat ihre Frömmigkeit vor Gott zwischen diesen Männern eine gemeinsame Basis geschaffen, die von Offenheit und Vertrauen geprägt ist.
Die Boten gehen nach Joppe. Dort werden sie den Apostel Petrus im Haus Simons, des Gerbers, finden. Das Gerberhandwerk ist wohl die Ursache dafür, dass das Haus Simons nicht in der Stadt, sondern am Meer liegt. Aufgrund des Kontakts mit den Häuten toter Tiere galt der Beruf des Gerbers frommen Juden als unrein.
Nach der Vorsehung Gottes ist der Aufenthalt in diesem Haus ein erster Schritt für Petrus, um sich von den jüdischen Reinheitsvorschriften zu lösen und sich für die Gemeinschaft mit Gläubigen aus den Heidenvölkern zu öffnen.

 
 
 

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