Jeder wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und gelockt wird.
Jakobus 1,14
Errette, die zum Tode geschleppt werden, und die zur Würgung hinwanken, o halte sie zurück!
Sprüche 24,11
Ich hatte einmal, so erzählt ein Christ, im Gartenhaus aus Versehen ein halb volles Honigglas stehen lassen. Am anderen Morgen bot sich mir ein unschönes Bild: Durch den Honigduft angelockt, waren unzählige Fliegen, Wespen und andere Insekten herbeigeflogen und hatten ihr "Gelüste" mit dem Leben bezahlt. In ganzen Klumpen waren sie im Honig erstickt.
Noch während ich hinzukam, flogen neue Insekten herbei, die sich durch das Schicksal ihrer Genossen nicht abhalten ließen. Zitternd vor Naschlust hingen sie am Rand des Glases und bogen ihre Leiber, um dann zur Tiefe zu taumeln. Bald klebten ihre Füße an der süßen Masse. Und nach und nach kostete es sie alle das Leben.
Wie viele Menschen gleichen doch diesen Insekten! Ein wenig Neugierde zunächst, ein wenig Naschlust, bald aber überwindet die Begierde jede hemmende Schranke. Von der Lust zur Sucht ist dann nur noch ein kleiner Schritt; und ehe der Mensch sich dessen bewusst wird, ist er gefesselt - in Sünden und Gebundenheiten verstrickt. So harmlos die Versuchungen zunächst auch aussehen, sie locken den Menschen an wie der Honig die Insekten und werden ihm so zum Fallstrick.
Befreiung und Vergebung sind möglich - durch Jesus Christus, den Sohn Gottes. Er ruft uns zu sich: Mit all unseren Lasten und Bindungen der Sünde dürfen wir zu Ihm kommen. Er will uns Vergebung, Frieden und Freiheit schenken.
"Wenn nun der Sohn euch frei macht,
werdet ihr wirklich frei sein." Johannes 8,36
Samstag 4 September
