Du kennst von Kind auf die heiligen Schriften, die imstande sind, dich weise zu machen zur Seligkeit durch den Glauben, der in Christus Jesus ist.
2. Timotheus 3,15
Genügt es, aufrichtig zu sein?
Ich sehe immer noch unseren alten Geschichtsprofessor vor mir, wie er den Hörsaal betritt, die Aktenmappe vollgestopft mit Papieren. Wenn er uns in die Riten der antiken Religionen einführte, schloss er öfter mit den Worten: "Sehen Sie, solange man aufrichtig ist, macht es nicht viel aus, was man glaubt." Vielleicht sagte er das mehr, um sich selbst zu beruhigen, als um seine Hörer zu überzeugen.
Diese Worte taten mir schon damals weh, als ich jung war, und sie kränken mich heute noch mehr. Sie bringen nämlich einen krassen Irrtum zum Ausdruck. Es ist zwar durchaus wahr, dass man aufrichtig sein muss, aber Aufrichtigkeit allein genügt nicht. Man kann sich in voller Aufrichtigkeit täuschen. Das tägliche Leben kann uns das mühelos beweisen. Manche glauben zum Beispiel aufrichtig, dass die Wahrheit immer aufseiten der größeren Zahl ist. Was für ein Irrtum! Saulus von Tarsus, der die ersten Christen verfolgte, glaubte, Gott damit einen Dienst zu erweisen: Wie täuschte er sich!
Wir bezweifeln nicht, dass unsere Leser aufrichtig sind. Viele halten sich in ihrem Glauben an das, was sie von ihren Eltern und ihren Lehrern oder von einflussreichen Persönlichkeiten und Trends übernommen haben. Aber hat jeder diese Überzeugungen einmal im Licht der Bibel, des Wortes Gottes, geprüft? Da möchten wir lediglich auf ein Wort aus diesem heiligen Buch hinweisen, das sehr bedeutsam ist:
"Dies ist Gottes Gebot, dass wir an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben." 1. Johannes 3,23
Mittwoch 1 September
