Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch sei und eure Freude völlig werde.
Johannes 15,11
Freude möchten alle Menschen gern erleben. Manche geben viel Geld aus und kaufen dafür aber doch nur zweifelhafte, oberflächliche Fröhlichkeit ein. Andere wieder sind zurückhaltender. Sie halten es mit dem Bühnenschriftsteller Jean Anouilh aus Frankreich, den seine Kollegen "den skeptischsten Mann des Jahrhunderts" nannten. Anouilh hat einmal gesagt: "Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind!"
Der Herr Jesus Christus aber hat mit seinen Erlösten viel Besseres im Sinn. Er ist der Einzige, der wahre, unvergängliche Freude geben kann. So wurde Er schon anlässlich seiner Geburt von einem Engel angekündigt. Und dabei blieb es nicht. Immer wieder erzählte Er seinen Jüngern davon, wie reich eine lebendige Beziehung zu Gott macht, damit sie Freude haben sollten, nicht nur ein bisschen, sondern eine reiche Herzensfreude.
Diese Freude, von der Christus spricht, ist nicht abhängig von den oft niederdrückenden Lebensumständen, die es auch für Christen auf der Erde noch gibt. Die Nöte des Lebens können ihnen bisweilen die äußere Fröhlichkeit nehmen, nicht aber die tiefe Herzensfreude. - Hatte der Herr nicht zuvor in Johannes 15 davon gesprochen, was seine eigene Freude ausmachte? Das war das Große, dass Er "in der Liebe blieb", das heißt, im Genuss der Liebe seines Vaters.
Von menschlicher Liebe verstehen die meisten etwas. Aber göttliche Liebe geht weit darüber hinaus, weil sie von oben kommt und ohne Begrenzung ist. Wenn der große Gott die Seinen liebt, dann wird Er mit ihnen alles gut machen, dann geht es ihnen gut, selbst wenn die Verhältnisse sich ganz anders darstellen. - Das ist dann mehr, als nur ein "Lebenskünstler" zu sein!
Freitag 17 September
