Als der Prokonsul sah, was geschehen war, glaubte er, erstaunt über die Lehre des Herrn.
Apostelgeschichte 13,12
Der Prokonsul, der römische Statthalter auf der Mittelmeerinsel Zypern, war "ein verständiger Mann" (V. 7). Angesichts eines Zauberers, der dort sein Unwesen trieb, lud er die beiden Missionare Barnabas und Paulus ein, ihm Gottes Wort näher zu erläutern. - Immer schon haben ja verständige Menschen sich nicht von esoterischen Einflüssen beeindrucken lassen, sondern die Botschaft Gottes nüchtern geprüft.
Die Worte und das Auftreten der Diener Gottes blieben nicht ohne tiefen Eindruck auf den hochgestellten Mann. Ihm wurde klar, dass er sich jetzt entscheiden müsse - für oder gegen die Wahrheit Gottes. Dieser Augenblick der Entscheidung kommt für alle, die die gute Botschaft von Jesus Christus hören. Und bei allen gibt es auch Einflüsse, die die richtige Entscheidung verhindern wollen. Bei dem einen sind das intellektuelle Probleme, z. B., dass man die Existenz Gottes nicht "wissenschaftlich beweisen" könne (seine Nicht-Existenz übrigens auch nicht). Andere lassen sich durch mystische oder spiritistische Strömungen ablenken, also von Einflüssen, die besonders die menschlichen Gefühle ansprechen. Und wieder andere - das ist genauso fatal - schieben die Entscheidung auf die lange Bank.
Damals griff Gott erkennbar ein. Der Zauberer konnte dem Evangelium nichts entgegensetzen, seine Ohnmacht trat offen zutage. Der Prokonsul aber hatte das Wunder gesehen, das Paulus getan hatte; und er war erstaunt "über die Lehre des Herrn". Seine Entscheidung war gefallen.
So zeigt der Bericht in Apostelgeschichte 13: Das Evangelium von Christus ist wirklich "Gottes Kraft zum Heil" für jeden, der glaubt, und stärker als alle Macht der Finsternis (Römer 1,16).
Donnerstag 16 September
