Dienstag 21 September

Mehr als die Haare meines Hauptes sind die, die ohne Ursache mich hassen.
Psalm 69,5

David ist der Dichter dieser Psalmworte. Er war König in Israel und hatte trotz seiner hohen Stellung große Nöte zu durchleben. Dazu gehörte auch die Verschwörung, die sein eigener Sohn Absalom anzettelte. Es ist gut zu verstehen, dass David das tief empfunden hat und klagte: "... die ohne Ursache mich hassen."
Doch mehr noch: Die Worte Davids enthalten einen Hinweis auf Jesus Christus. Auch Er wurde ohne Ursache verraten, ja sogar misshandelt und getötet: Die Knechte der Hohenpriester kamen mit Schwertern und Stöcken, um Ihn gefangen zu nehmen, und dabei hatte Er doch täglich bei ihnen im Tempel seine Lehre verkündigt. Die jüdischen Volksmengen, die vor dem römischen Statthalter Pilatus versammelt waren, riefen: "Hinweg, hinweg! Kreuzige ihn!" Herodes, der Landesfürst von Galiläa, behandelte Christus geringschätzig und verspottete ihn. Römische Soldaten verspotteten Ihn durch einen Purpurmantel und eine Dornenkrone. Einer der mit Jesus gekreuzigten Übeltäter lästerte: "Bist du nicht der Christus? Rette dich selbst und uns!" Selbst die unbeteiligten Vorübergehenden lästerten Ihn. Und auch die Hohenpriester und die Schriftgelehrten verspotteten Ihn.
Keiner von ihnen hatte einen wirklichen Grund, Jesus Christus zu hassen. Und doch konnten die religiösen Führer des Volkes - angestachelt durch ihren Neid - viele mit ihrem Hass gegen Jesus beeinflussen. So haben denn Menschen aus allen Schichten der Bevölkerung durch Misshandlungen und Spott gezeigt, dass sie Feinde Gottes und seines Sohnes waren - ohne jede Ursache.
Auch heute kann niemand einen triftigen Grund angeben, warum er Jesus Christus feindlich oder ablehnend gegenübersteht.

 
 
 

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