Sonntag 22 August

Als Saulus aber nach Jerusalem gekommen war, versuchte er, sich den Jüngern anzuschließen; und alle fürchteten sich vor ihm, da sie nicht glaubten, dass er ein Jünger sei. Barnabas aber nahm sich seiner an, brachte ihn zu den Aposteln und erzählte ihnen, wie er auf dem Weg den Herrn gesehen habe und dass dieser zu ihm geredet habe und wie er in Damaskus freimütig im Namen Jesu gesprochen habe. Und er ging mit ihnen aus und ein in Jerusalem und sprach freimütig im Namen des Herrn. Und er redete und stritt mit den Hellenisten; sie aber suchten ihn umzubringen. Als die Brüder es aber erfuhren, brachten sie ihn nach Cäsarea hinab und sandten ihn weg nach Tarsus.
Apostelgeschichte 9,26-30

Gedanken zur Apostelgeschichte
Nach der Flucht aus Damaskus wendet Saulus sich nach Jerusalem, um den Apostel Petrus persönlich kennen zu lernen. Er hat dann auch fünfzehn Tage bei ihm zugebracht (Galater 1,18). Zunächst aber stößt er bei den Christen in Jerusalem auf große Vorsicht, ja Skepsis.
Doch da gibt es den Barnabas. Eigentlich heißt er Joseph, aber die Apostel haben ihn Barnabas genannt: "Sohn des Trostes" (Kap. 4,36). Der ermutigt den ehemaligen Verfolger und führt ihn bei den Aposteln ein. Er erzählt ihnen, was Saulus mit Jesus erlebt hat: die Erscheinung Christi, die Berufung in den Dienst und die freimütige Verkündigung des Evangeliums in Damaskus.
So gewinnt Saulus das Vertrauen der Christen in Jerusalem und verkündigt auch dort unerschrocken die Botschaft von Jesus. Wie zuvor Stephanus zieht auch er sich dabei die besondere Feindschaft der griechisch sprechenden Juden zu. Der Herr selbst sendet Saulus daher von Jerusalem fort (Kap. 22,17-21). Er geht nach seiner Heimatstadt Tarsus in Zilizien.

 
 
 

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