Ihr werdet mich suchen und finden, denn ihr werdet nach mir fragen mit eurem ganzen Herzen.
Jeremia 29,13
In einem Familienurlaub in der Schweiz machten wir einen Einkaufsbummel. Dabei stellten wir plötzlich fest, dass eins unserer vier Kinder fehlte. Der Junge war an einem Schaufenster interessiert stehen geblieben und hatte gar nicht bemerkt, dass wir anderen weitergingen.
Als unser Sohn den Inhalt des Schaufensters gründlich in Augenschein genommen hatte, fiel ihm mit einem Mal auf, dass er allein war. Er überlegte, was zu tun sei, und rief in unserem Urlaubsquartier an. Dort erhielt er den Rat, an der Stelle zu bleiben, wo er uns das letzte Mal gesehen habe. Wir würden bestimmt den Weg zurückverfolgen. Und genauso geschah es dann auch: Kaum hatte unser Sohn begonnen, Ausschau nach uns zu halten, da konnte er schon feststellen, dass wir auf der Suche nach ihm waren und ihn gefunden hatten.
Ähnlich ergeht es allen, die den lebendigen Gott suchen: Zunächst einmal kommen sie zur Einsicht, dass andere Interessen ihre Aufmerksamkeit gefesselt hatten, so dass sie Gott aus dem Auge verloren hatten. Dabei muss es sich nicht einmal um Sünden handeln; schon durch Familie, Beruf, Sport usw. können wir uns davon abhalten lassen, Gott den Platz in unserem Leben einzuräumen, der Ihm zukommt.
Wenn wir dann den Mangel bemerken, wenn wir uns zu Gott umwenden, Ihn suchen und von ganzem Herzen nach Ihm fragen, stellen wir fest: Gott ist schon längst auf der Suche nach uns - durch seinen Sohn Jesus Christus.
"Der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu erretten, was verloren ist." Lukas 19,10
Montag 30 August
