Und der Herr sprach: Gesehen habe ich das Elend meines Volkes, und sein Schreien habe ich gehört; denn ich kenne seine Schmerzen. Und ich bin herabgekommen, um es zu erretten.
aus 2. Mose 3,7.8
Endlich Urlaub. Schnell den Koffer gepackt. Mit dem Zug geht es zum Flughafen. Einchecken, Passkontrolle usw. - das bekannte Prozedere. Dann die Platzzuweisung im Flugzeug und anschließend das Warten auf die Starterlaubnis.
Endlich ein Ruck, dann die rasante Beschleunigung, die einen in den Sitz presst, schließlich der spürbare Verlust des Bodenkontakts des Fliegers und der plötzlich sich schräg abzeichnende Horizont in einem der Seitenfenster. Immer kleiner werden Häuser, Straßen und Bäume. Von den Menschen ist schon nach kurzem Steigflug nichts mehr zu erkennen. Mit jedem Höhenmeter verliert der Alltag an Bedeutung. Als die Flughöhe erreicht ist und sich ganze Bergketten und große Ebenen überblicken lassen und sich sogar am Verlauf des Horizonts die Kugelgestalt der Erde erahnen lässt, ist man fast schon verwundert darüber, was einen noch vor wenigen Stunden so in Beschlag genommen hat. So weit hat das Fliegen etwas Erleichterndes, Befreiendes.
Aber der Flug dauert lange. Viele Länder, Seen und Berge, vor allem aber ungezählte Menschen werden überflogen. Da drängt sich auf einmal der eingangs zitierte Bibelvers ins Gedächtnis: Ja, trotz der uns unendlich erscheinenden Weite nimmt Gott Notiz von seinen winzigen Geschöpfen. Er - und nur Er - kennt jeden Einzelnen und weiß auch um seine Lebensumstände.
Gott hat nicht nur das Weltall erschaffen, sondern sich in der Person seines Sohnes und durch dessen Opfertod gnädig zu uns herabgeneigt. Ihm liegt an seinen Geschöpfen. Er "sieht", "hört" und "kennt" uns und unsere Lage und bietet uns seine Hilfe und Rettung an.
Dienstag 31 August
