Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist Gott treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.
1. Johannes 1,8-10; 5,17
"Bitte zurückbleiben!", tönt es aus dem Lautsprecher. Die Türen schließen, und schon setzt sich die U-Bahn wieder in Bewegung. Gegenüber einer selbstbewussten jungen Frau ist ein Platz frei. Sie beißt gerade geräuschvoll in eine Brezel. "So eine frische Brezel schmeckt immer", beginne ich das Gespräch. "Die ist nicht frisch, die ist steinhart", lacht sie. Der Kontakt ist hergestellt. "Darf ich Ihnen auch etwas für den inneren Menschen geben, eine Evangeliumsschrift?", frage ich. "Es geht um die gute Botschaft, dass Gott jeden annimmt und jedem vergibt, der Ihm seine Sünden bekennt und an Jesus Christus glaubt."
"Kommen Sie mir doch nicht mit so altmodischen und überholten Begriffen wie Sünde daher", entgegnete die Frau lächelnd.
"Oh, Sünde ist nicht überholt oder altmodisch, Sünde ist ganz modern, hochaktuell. Sie brauchen nur die Zeitung aufzuschlagen, dann springt Ihnen die Sünde direkt ins Gesicht!"
"Stimmt", gibt sie spontan und betroffen zu. Die U-Bahn hält. Ein kurzer Abschied, und schon taucht die Frau im Menschengewühl unter, entschwindet meinen Blicken.
"Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten." 1. Johannes 4,9
Montag 27 September
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